14.03.15 Augsburg, Kantine

Ein „Servus“ aus dem Zug von Augsburg in die Heimat! Der Crispin hier. Ich mache für Massendefekt laut und leise, meistens aber laut und sorge dafür, dass eure Ohren auch noch am Tag nach dem Massendefekt Konzert pfeifen. In Fachkreisen wird mein Job Tontechniker oder auch Töpfer genannt. Jetzt soll ich euch also erzählen was an diesem wunderschönen Konzertausfahrts-Samstag in Augsburg alles so passiert ist. Ich versuche jetzt mal meine grauen Gehirnzellen in die richtige Reihenfolge zu setzen und wenn ich jetzt dann endlich mal herausgefunden habe warum Füße riechen während Nasen laufen, kann ich mich auch vielleicht völlig auf die Ereignisse an diesem besagten Samstag konzentrieren.

Klappt nicht so gut aber denkt mal bitte darüber nach.

Angefangen hat der Tag in Heppenheim, irgendwo zwischen Frankfurt und Karlsruhe, in einem schönen Hotel mit leckerem Frühstück. Frühstück ist ja generell eh das wichtigste am ganzen Tag, auch um den Kater vom Vorabend irgendwie Stubenrein zu machen. Wir sind dann bestimmt auch irgendwann mal losgefahren nach Augsburg, auf jeden Fall ist das meistens so auf Konzertausfahrten. Der Flo hat dann nen Stein auf das Gaspedal gelegt und ein bisschen am Lenkrad gedreht. Spannendes ist auf der Fahrt glaube ich nichts passiert. Tanken, Pippi pausen, Stau und kleiner Kaffee für großes Geld. Alles wie immer eigentlich.

Wir sind dann also in der Kantine in Augsburg angekommen und haben erst mal den netten Menschen vom Club Hallo gesagt, bzw. „Servus“ wie man das ja hier sagt. In Bayern ist eh alles ein bisschen anders. Da heißt das „Deutsche Rote Kreuz“ zum Beispiel nicht „ Deutsches Rote Kreuz“ sondern „Bayrisches Rote Kreuz“. Soviel dazu. Wir haben dann den Bus ausgeladen und die gefühlten 5 Tonnen schweren Instrumenten und T-Shirt Kisten über eine kleine Treppe in den ersten Stock geschleppt. Treppen und Clubs die nicht im Erdgeschoss sind eh generell das Schlimmste. Nicht ganz so schlimm wie wenn das Bier alle ist aber fast.

Wenn ich mal nenn Club aufmache, dann bau ich den in den 10. Stock und hänge eine Strickleiter aus dem Fenster und sage den Bands dann immer dass sie vielleicht doch was Richtiges lernen hätten sollen und viel Spaß beim hoch tragen und Knochen brechen.

crowd-Augsburg

Wir haben dann aufgebaut und Soungecheckt und dann sind auch schon die 3 Jungs von „Blackout Problems“ eingetrudelt. Blackout Problems sind auf dieser Tour die Vorband und generell Mega geile Typen, ich mach für die Jungs nun auch schon seit 2 Jahren den Ton und bin sehr froh dass sie mit dabei sind auf der Tour! Nachdem der Soundcheck dann vorbei war gab es richtig leckeres Essen und auch alkoholhaltige und alkoholfreie Kaltgetränke. Los ging es dann um 8 mit Blackout Problems und die haben dann mal gleich richtig Alarm gemacht und den Laden fachmännisch auseinander genommen. Sänger Mario ist dann irgendwann ins Publikum gesprungen und hat die Diskokugel geküsst und dann war die Zeit auch schon gekommen für Massendefekt. Das Konzert war ab der ersten Sekunde an Stimmung kaum zu überbieten – schon beim Intro gab es den ersten „Oh wie ist das schön“ Chor. Es wurde also getanzt und geklatscht und geschwitzt und gesprungen und Die Zieh- und Zupfkapelle Massendefekt hatten richtig Spaß mit einem echt großartigen Publikum. Der Höhepunkt des Abends dürfte dann der Benzin Coversong „Ton“ gewesen sein, bei dem sogar Sebi (Sänger von Benzin) als Überraschungsgast auf die Bühne kletterte. Nach 1,5 Stunden Abrissparty erklang dann das Outro und es waren alle glücklich. Außer ich, denn irgendwer hat gemeint er müsste mir die Jacke klauen. Lieber Jacken Dieb: viel Spaß mit dem stinkigen Ding, die Kaugummis in der Tasche sind abgelaufen und das Zugticket nicht mehr gültig.

crispin-augsburgNachdem wir dann abgebaut hatten, die Instrumente die Treppen runter geworfen waren und sämtliche Getränkevorräte geleert haben sind wir dann kurz ins Hotel zum Einchecken um nur 10 Minuten später im Taxi zum Club „Circus“ zu sitzen. Dort wurde noch gekonnt das ein oder andere Bier in den Hals geleert (das übrigens auf einer Skala von 1 bis 10 eher so Minus 5 geschmeckt hat) und sonstige alkoholhaltige Kaltgetränke aus Gläsern geschlürft. Alex und Ich haben dann auch mal noch versucht das Tanzbein zu schwingen, haben dann aber gemerkt dass das beim Trinken stört. Am frühen Morgen trudelten dann auch die letzten am Hotel ein – Sebbo und ich haben uns dann noch ein hochdramatisches Airhockey-Match geliefert bei dem ich allerdings öfters den Sebbo statt das Tor getroffen habe. Schwerwiegende Verletzungen gab es zum Glück nicht – dafür noch eine Bockwurst und ein Bett. Gute Nacht!

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