13.03.15 Weinheim, Cafe Central

Hallo Kinder, heute erzähle ich euch, wie ich eure Mutter kennengelernt habe…

Es war ein sonniger Freitag. Wir luden alles in den Bus ein…

Wir luden alles aus dem Bus aus. Wenn es brennt.

Ja Weinheim, in den Waden steht “Central” ist Cafe Central eigentlich für eine lokale Präposition zwischen Erdgeschoss und Dach? Knie hab ich mir morgens auch noch verdreht.  Freitag der 13.? Muss wohl so sein. Pech.

Ach wie unhöflich. Ich bin der Sebbo im Idealfall sieht man mich nicht, denn dann läuft alles glatt. Ich schraub an den Instrumenten der Jungs rum, auch an der Laune, den Nerven und neuerdings am Weinkorken. Das Wohl der Karawane liegt mir stets am Herzen. Der von mir bevorzugte Fachterminus lautet zwar Band-/ Guitartech, aber für die Allgemeinheit bin ich der, der den Boden wischt wenn Bier fliegt. Diesen Job habt ihr mir am Freitag abgenommen. Ein intimes, kommunikatives Intermezzo. Danke. Sehr gastfreundlich zuvorkommend und Interaktiv. Wo hat man das bei ner Band die Hallen füllt? Und für ein Weinheimer Exklusivpublikum war das verdammt laut. Leckomio.

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Die feinen Herren von Blackout Problems haben auch sondergleichen angestimmt und vorgeheizt. So langsam finde ich es ungewöhnlich, dass ich ihre Musik ab dem ersten Ton super finde. Brauch normalerweise etwas Zeit. Stage dives, Circle pits, Sprünge, lautes Mitsingen und guter Pegel (den unsere Kapellmeister auch hatten). Konzert war aus meiner Sicht absolut souverän. Alles in allem souveräner als die Vorstellung vom Geschmack eines ordentlichen Ciders aka. Ebbewoi Aka. Lassesdukannstdasehnichtaussprechen. Nach den Drachentöter-Burritos des CC’s trinkt man generell gerne. Aber jetzt mal unter uns. Das ist nicht sooo toll jetzt. Ohne Mist. Eine Gratwanderung zwischen Gusto und keine Lusto. Konzert vorbei. Schwitzende Menschen, ein Hauch von zartem Furz in der Luft, tropfende Decke. Kondenswasser ist im Allgemeinen ein Indikator für “Ja. Gutes Konzert”.

sebbo-weinheimHab ich schon erwähnt, dass wir danach in Heppenheim waren? Wir waren danach in Heppenheim. Nach paar Kilometern Anfahrt zum Hotel und unzähligen Zimmerwechseln und einem verwirrten Concierge machten wir uns auf den obligatorischen Weg in einen feinen, lokalen Hundezwinger um die Gebräuche und Riten der Einheimischen zu erkunden. Gefunden! Geil. Alle waren da. Alle 47,5 Heppenheimer! Wie eine Großraumdisco; in klein; wo alle zu Autoscootersmashhits im Sitzen abgehen, als ob’s kein Morgen gäbe. Alles trank aus einmetrigen Plexiglasröhren. Whoo-Girls im siebten Himmel. Supidupiwhooopwhoooop. Vielfältig kulturell schmetterten wir zudem alle slawisch/orientalischen Gassenhauer in den Himmel, verbogen unsere Körper zum Takt, tranken den besten Caipirinha Heppenheims der aussah wie ein Thunfischcocktail, feierten die smileyrunden Haarausfall des Wirts und waren von Gestalten, wie den roten YouTube DJ mit dem Elektroshocker inner Bux, den größten kleinen armdrückenden Mann, der mit aller Wahrscheinlichkeit in einem Paralleluniversum der kleinste große beindrückende Mann ist. Schnaps, Schnaps, Schnaps, bis einem das zwischenzeitige Buffering der Musik nicht auffiel. Ja eine Rockkneipe. In der wohl niemals Rock läuft. das passt da auch nicht. Hin. Da Zähl 4 to the floor und ein einfacher Refrain, wie döp döp döp. Hat Spaß gemacht. Erstaunlich wie leise es wird, wenn man so einen Laden verlässt.

Ich entschuldige mich hiermit bei der Generalvertretung einer Versicherungsgesellschaft für das versetzen ihrer Pflanzenkübel um 40 m. Bis die Tage! Euer Sebbo

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