07.03.15 – Leipzig, Moritzbastei

susiGeschrieben von Susi.

Wir schreiben Tag 2 der Tour. Augewacht sind wir in Bielefeld. Wie es sich für den Morgen nach einem anständigen Tourauftakt gehört, mit leichten Kopfschmerzen. Um 10.30 Uhr  war dann Abfahrt nach Leipzig. An die Fahrt habe ich keine Erinnerungen, wie immer habe ich geschlafen.

Als ich die Augen dann in Leipzig aufmachte, war da auf einmal der Frühling. Davon hatten wir aber nicht besonders viel, denn es ging in die Moritzbastei. Ein Laden unter der Erde in einem alten Kellergewölbe. Riesiges Ding, da gab’s viele Gänge zu erkunden. Cooler Laden!

Weil wir schon um 14.30 Uhr da waren, hieß es nun, knapp 5 Stunden totzuschlagen. Klappte ganz gut, denn immerhin ist die Frau B. an diesem Torwochenende mitgefahren. Es war schön zu sehen, wie sie sich mit allen so gut verstanden hat. Bei Kaffee und Bier haben wir dann gemeinsam die Zeit vertrödelt…

19.15 Uhr, Einlass. Am Merchstand hatten Frau B. und ich alle Hände voll zu tun, die Leute wollten konsumieren. Vom Konzert selber habe ich wie immer nicht viel mitbekommen, aber das habe ich mir sagen lassen: Auf der Bühne wurde zum ersten Mal in der Bandgeschichte Wein serviert. Gute Energie, verrückte Crowd – die Herren Musiker waren also zufrieden. Am Merchstand gestaltete sich die Sache mit fortschreitender Uhrzeit etwas anstrengender, die Konzertenergie ließ einige offensichtlich ihre gute Kinderstube vergessen. Ich bin da zwar Einiges gewöhnt, aber dass sich zwei Vollhonks die eigene Gesundheit und das Eigentum von anderen völlig ignorierend in meine riesige Merchkiste stürzen, war sogar mir neu! Gebrochene Knochen gab es keine, sogar die Kiste scheint gehalten zu haben, ein Security regelte dann den Rest. Bei der anschließenden Kirschverköstigung mit Frau B., Alex und Sebi an der Theke waren die Vollhonks aber auch schnell vergessen. Und damit haben wir dann auch den Feierabend eingeleitet.

Kurz ins Hotel einchecken und los ging’s nach Connewitz. Der Kiez von Leipzig. Das kleine X-Berg. Da wo halt die coolen Kids wohnen. Sebbo und Dori hatten nicht zu viel versprochen, der angesteuerte Könich Heinz ist ein ziemlich guter Laden. Geht dort trinken. Wie es so Brauch ist, wenn wir unterwegs sind, muss Mexikaner getrunken werden. Oh Du kleiner Teufel, serviert in einem Pinnecken! Tonmann Chris, bis dato ein absoluter Mexikaner-Hasser, wurde in dieser Nacht dank Gruppenzwang und freundschaftlichen Klapsen auf den Kopf auch noch zum Mexikaner-Jünger umgepolt. Fast alle waren wir außerdem hungrig. Deswegen wurde die vor Jahren in Hamburg aufgestellte Theorie, dass Mexikaner sättigt, („Is’ wie kalte Tomatensuppe. Mit Wodka.“) mehrmals einer empirischen Überprüfung unterzogen. Mittlerweile dürfen wir uns auch als wahre Mexikaner-Connaisseure bezeichnen. Damit ist es natürlich unsere Pflicht, die kalte Tomatensuppe zu bewerten. Ich vergebe für den Leipziger Mexikaner eine solide 2-. Meinetwegen hätte er gerne was pikanter sein können…Bielefeld

Als erstes verabschiedete sich dann der designierte Fahrer Flo, der Rest unserer lustigen Reisegruppe bekämpfte noch weiter das Hungergefühl. Irgendwann traten Frau B., Sebbo und ich dann aber auch die Heimreise an. Im Taxi tauschten dann die Hundebesitzer unter uns ihre Hunde-Kackbeutel… Nur zur Sicherheit, falls Kotzbeutel gebraucht werden sollten – das war glücklicherweise nicht der Fall. Wohlbehalten im Hotel angekommen, schloss ich dann gegen 5 Uhr mit knurrendem Magen die Augen.

Leipzig, gerne wieder!

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